Ausdauer-Cup in Mudersbach zog nur wenig Teilnehmer an

Virtueller Mudersbacher Lauf Rund um die Giebelwaldhalle der DJK Mudersbach – 6. Lauf zum Ausdauer-Cup 2021. Hier eine Gruppe von Läuferinnen und Läufern des TuS Deuz und des ASC Weißbachtal am gefürchteten Kopfsteinpflaster-Anstieg hinauf zur Giebelwaldhalle (von links): Petra Henkel, Alexander Wassmann, Kathi Schäfers, Burkhard Meyer und Friedrich Hinderthür.

Mudersbach. Der Ausdauer-Cup 2021 machte nach dem Deuzer Pfingstlauf mal wieder Station im Kreis Altenkirchen. Auf dem Terminplan stand der Straßenlauf „Rund um die Giebelwaldhalle“ der DJK Mudersbach – natürlich nur in „virtueller“ Form, denn „echte“ Wettkämpfe lassen die Corona-Schutzverordnungen mit ihren Auflagen für Sportveranstaltungen trotz sinkender Inzidenzzahlen noch nicht zu.

Hoffnung auf „echte“ Cup-Läufe im Spätsommer

Auch den für den 2. bis 4. Juli geplanten Molzberg-Stadionlauf in Kirchen mit den vielen Zeitläufen über 5.000 Meter wird es wohl nicht als „echten“ Bahnwettkampf, sondern nur in Form von individuellen Sololäufen geben. Doch unter den zahlreichen Volksläufern in der Region keimt die Hoffnung, dass vielleicht die Läufe im Spätsommer und Herbst – der Wielandlauf des ASC Weißbachtal (3. bis 5.9.), der Herbstwaldlauf des CLV Siegerland (24. bis 26.9.), der Straßenlauf in Herdorf (8. bis 10.10.) sowie der Südsauerlandlauf der SG Wenden im Kreis Olpe (6.11.) – wieder als reguläre Volksläufe mit Wettkampfcharakter ausgetragen werden können.

Nur eine handvoll Sportler auf der Originalstrecke

Jetzt stand aber erst einmal der virtuelle Lauf in Mudersbach auf dem Programm. Dass der Straßenlauf durchs Wohngebiet nicht eben zu den „Lieblingen“ im Cup gehört, das zeigen die Teilnehmerzahlen recht deutlich. Meldeten sich beim Deuzer Pfingstlauf insgesamt über 300 Teilnehmer an, wovon sogar 186 auf der Originalstrecke über 15 Kilometer starteten, so war die Resonanz in Mudersbach auch diesmal wieder „recht mau“: 137 Meldungen (darunter auch etliche Mehrfachstarts) waren es diesmal, doch nur eine handvoll Sportler liefen auf dem Originalkurs, mit dem kräftezehrenden Kopfsteinpflaster-Anstieg. Jens Falk vom VTV Freier Grund legte die anspruchsvolle 10-Kilometer-Strecke in 47:52 Minuten zurück, Jörn Gerhardus (TuS Deuz) benötigte 50:09 Minuten, nur eine Sekunde dahinter folgte Ingo David von der TSG Helberhausen. Bei den hochsommerlichen Temperaturen stand den Langläufern eben nicht der Sinn nach einem Straßenlauf in praller Sonne – da zog es so manchen lieber ins schattige Grüne.

Andreas Senner, Johannes Diedershagen und Alicia Brenner schnell unterwegs

Die schnellste 10-Kilometer-Strecke lief Andreas Senner vom TuS Deuz kurz hinter der Landesgrenze. Der 52-jährige Eiserner absolvierte seinen „virtuellen Mudersbachlauf“ an der Sieg-Arena in 39:43 Minuten. Richtig flott unterwegs war auch wieder Johannes Diedershagen von der SG Westerwald. Der Steinebacher lief einen selbst gewählten 5-Kilometer-Kurs in Gebhardshain in 17:52 Minuten. Einen flotten Fünfer legte auch Alicia Brenner zurück. Die Läuferin der WSG Bad Marienberg nahm in Frankfurt an einem Volkslauf teil, wurde in 21:05 Minuten gestoppt und meldete das Ergebnis dann im Rahmen des „virtuellen“ Volkslaufs in Mudersbach – sie war damit gleichzeitig die schnellste Läuferin aller Teilnehmer. Beim Nachwuchs war der ASC Weißbachtal wieder einmal stark vertreten. Die Jüngsten waren die 1-Kilometer-Distanz auf Zeit gelaufen, hier schaffte der elfjährige Ben Berg die Bestzeit in 3:47 Minuten.

„Virtuelle“ Möglichkeiten: Laufen, Walken, Radfahren oder Schwimmen

Auch diesmal war bei dem „virtuellen Volkslauf“ fast alles erlaubt. So konnte auf einer frei gewählten Strecke gelaufen, gewalkt und geradelt werden, einige meldeten ihre Schwimmzeiten und sogar Touren mit dem E-Bike wurden gemeldet, was wohl eher ins Kuriositäten-Kabinett gehört. Einige beachtliche Leistungen wurden dann auch für den Cup gemeldet: So nahmen Elke und Michael Bürgel vom ASC Weißbachtal beim Saslong HalfMarathon über 21,1 Kilometer mit insgesamt 900 Höhenmetern teil. Aus dem Mudersbacher Volkslauf machte die Familie Brenner von der WSG Bad Marienberg kurzerhand einen Triathlon: Anja Brenner absolvierte 2 Kilometer Schwimmen, lief im Wildpark 8,8 Kilometer in 49:15 Minuten, strampelte eine schnelle Rennradrunde am Wiesensee über 38,8 Kilometer und legte dann auch noch mit Ehemann Andreas eine „Gravelbike-Genießertour“ an der Ulmtalsperre oben drauf. Auch Tochter Alicia war sportlich aktiv, absolvierte am ersten Tag 3 Kilometer Schwimmen, rannte am zweiten Tag beim Volkslauf in Frankfurt die 5 Kilometer-Distanz in 21:05 Minuten und trat dann am dritten Tag bei einer Mountainbike-Tour am Feldberg im Taunus noch über 31,4 Kilometer in die Pedale. Hätte es beim „Virtuellen Lauf Rund um die Giebelwaldhalle“ in Mudersbach eine Familienwertung für Vielseitigkeit gegeben, die Brenners hätten sicherlich die Nase vorn gehabt.

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