Medaillen für SG Wenden und TuS Deuz bei Halbmarathon-DM

Erfolgreiche Frauen bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Ulm: In der Mannschaftswertung der W35-W45 belegte das Team des TuS Deuz (von links) mit Gabi Müller-Scherzant, Petra Henkel und Katharina Schäfers den 2. Platz hinter dem siegreichen Trio der SG Wenden (Mitte/von links) mit Christl Dörschel, Maren Lückert und Stefanie Osthoff. Foto: Verein

Ulm. Ein erfolgreiches Wettkampfwochenende erlebten etliche heimische Langstreckenläufer bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Ulm. Die Frauen des TuS Deuz konnten zwei Silbermedaillen, die der SG Wenden sogar eine ganzen Medaillensatz mit auf die Heimreise nehmen.

Temperaturen um 10 Grad, dazu kaum Wind sowie eine größtenteils flache Strecke – bei besten äußeren Bedingungen wurden im Rahmen des 18. Einstein-Marathons in Ulm an der Donau die Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften ausgetragen. Eigentlich ein recht unglücklicher Termin im DLV-Kalender, gab es doch die Überschneidung mit dem zeitgleich ausgetragenen Berlin-Marathon, bei dem auch Anwärter auf eine vordere DM-Platzierung am Start waren. Wie schon bei den vergangenen beiden Ausgaben (2020 wurde die DM aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt) kommt der Deutsche Halbmarathonmeister von der LG Telis Finanz Regensburg. Konstantin Wedel setzte sich mit 1:04:52 Stunden durch, bei den Frauen lief Laura Hottenrott (PSV Grün-Weiß Kassel) in 1:12:33 Stunden ebenfalls souverän zum Sieg. 

Frauen-Trio der SG Wenden gewinnt Mannschaftstitel in der W35-W45

Bei den Deutschen Straßenlauf-Meisterschaften über 21,1 Kilometer waren auch einige Läuferinnen und Läufer aus der Region am Start. Besonders erfolgreich waren die Frauen der SG Wenden und der TuS Deuz. Die Langstrecklerinnen aus dem Sauerland nahmen gleich einen ganzen Medaillensatz mit auf die Heimreise: Schnellste Läuferin im roten Dress der SG Wenden war Christl Dörschel. Mit einer Zeit von 1:24:14 Stunden belegte die 46-Jährige den 2. Platz in der Altersklasse der W45. Zweitschnellste Läuferin der SG Wenden war Steffi Osthoff, die ihren Trainingsrückstand nach ihrer Corona-Erkrankung mehr und mehr aufgeholt hat, und nun in 1:25:31 Stunden den 3. Platz in der Klasse der W35 belegte. „Bei ihr ist ein Aufwärtstrend klar zu erkennen“, erklärte ihr Vater und Trainer Egon Bröcher. Die 52-Jährige Mara Lückert stellte sich in den Dienst der SG-Frauenmannschaft, startete in der jüngeren Klasse W45 und sorgte mit 1:37:12 Stunden (12. W45) für den DM-Titel der SG Wenden in der Klasse W35-W45. Mit „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ war somit der Medaillensatz komplett.

Zwei Siegerland-Bestleistungen für Niederscheldenerin Katharina Schäfers

Zwei Mal „Silber“ gewannen die Läuferinnen des TuS Deuz bei der DM in Ulm. Nachdem sie bereits vor einer Woche bei widrigen Bedingungen den Halbmarathon in Otterndorf an der Nordsee in 1:26:46 Stunden gewonnen hatte, wollte es Katharina Schäfers noch einmal eine bessere Zeit laufen. Nach einer starken Vorstellung war die Niederscheldenerin in 1:23:32 Stunden gut drei Minuten schneller als vor Wochenfrist, gewann in ihrer Altersklasse W35 überraschend die Silbermedaille und räumte gleich auch noch die bisherige Siegerlandbestleistung im Halbmarathon der W35 von ihrer Vereinskollegin Dr. Caprice Löhr (1:24:42 Std./2019) ab. Die Silbermedaille Nummer zwei für den TuS Deuz gab es dann in der Teamwertung W35-W45, denn hinter Katharina Schäfers sorgten die wieder starke 53-jährige Gabi Müller-Scherzant, die für die Mannschaftswertung ebenfalls „runtergemeldet“ hatte, in 1:32:03 Stunden (7. W45 Platz) und Petra Henkel (1:32:47 Std./4. W40), die nach längerer Wettkampfpause ein überzeugendes Comeback feierte, mit 4:28:22 Stunden für den 2. Platz hinter dem Siegerteam der SG Wenden. Das Frauen-Trio des TuS Deuz stellte damit ebenfalls eine neue Siegerlandbestzeit für die W35 auf – die alte Marke hielten Caprice Löhr, Gabi Müller-Scherzant und Bianca Senner mit 4:30:59 Stunden (2019). 

Lea Laufer kämpft sich mit Magenproblemen durch

Bestens vorbereitet ging im Trikot des TuS Deuz auch die Liebenscheiderin Lea Laufer an den Start. Bis Kilometer 11 lief auch alles planmäßig, danach musste mit Magenproblemen einen Stopp einlegen und fortan das Tempo reduzieren. Die Westerwälderin kämpfte sich aber bis zum Ende durch und trug mit ihrer Endzeit von 1:29:06 Stunden zum 9. Platz (zusammen mit Katharina Schäfers und Gabi Müller-Scherzant) in der Teamwertung der Frauen-Hauptklasse (4:24:41 Stunden) bei.

Markus Mockenhaupt in 1:14:42 Std. auf 8. Platz in der M40 – Stöcker AK-Zweiter

Neben den schnellen Frauen waren in Ulm auch zwei Männer aus dem Siegerland über die 21,1 Kilometer am Start. Für die SG Wenden musste Markus Mockenhaupt die Vereinsfahne hochhalten – der Wilgersdorfer belegte in guten 1:14:42 Stunden den 8. Platz in der Klasse M40. Keine Deutsche Meisterschaft im Langstreckenlauf ohne Werner Stöcker – so auch diesmal in Ulm. Der 82-jährige Erndtebrücker belegte in 1:55:32 Stunden den Silberrang in der M80. Krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste seinen DM-Start der Niederscheldener Viktor Horch (TuS Deuz).

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