Sabrina Mockenhaupt jagt in Hamburg zwei Marathon-Rekorde

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Sabrina Mockenhaupt startet am 26. April 2015 beim 30. Hamburg-Marathon und jagt dabei gleich zwei Bestzeiten: Ihre eigene (2:26:21) und die des Vaters Alfred, der vor vielen Jahren in der Hansestadt die Familienbestzeit in 2:24:59 Stunden aufstellte.

Wilnsdorf. Lange hatte sie das Geheimnis um den Frühjahrsmarathon gehütet – jetzt steht fest: Sabrina Mockenhaupt wird beim 30. Hamburg-Marathon am 26. April 2015 an den Start gehen. Noch vor ein paar Wochen liebäugelte die mittlerweile 40-fache Deutsche Meisterin auch noch mit einem Start beim Marathon in Düsseldorf, doch nun hat Deutschlands größter Frühjahrsmarathon das Rennen gemacht. Ziel in der Hansestadt ist die Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit von 2:26:21 Stunden, gelaufen im Jahre 2010 in Berlin.

„Aufgrund meiner Leistungen auf kürzeren Strecken müsste ich theoretisch 2:24 bis 2:25 Stunden laufen können“, hatte Sabrina Mockenhaupt auf der Pressekonferenz am vergangen Mittwoch in Hamburg vorgerechnet – doch das Rennen über die 42,195 Kilometer gehorcht nur selten den Gesetzen der Mathematik. Demnach hätte die gebürtige Wilgersdorferin bereits vor sieben Jahren in den Bereich von unter 2:25 Stunden vorstoßen müssen, denn im Olympiajahr von Peking 2008 gelang ihr mit 31:14,21 Minuten ihre bislang schnellste Zeit über 10.000 Meter in 31:14,21 Minuten.

Alter Trainer – neue Ziele

Ob „Mocki“ ihre Bestzeit von 2:26:21 Stunden gleich zu Beginn in einem Frühjahrsmarathon wird aufstellen können, wird sich zeigen. Nach einem turbulenten Jahr 2014, in dem die 34-Jährige die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten verkraften musste, will Deutschlands erfolgreichste Langstreckenläuferin 2015 noch einmal richtig angreifen und zeigen was in ihr steckt. Um das Ziel zu erreichen, kehrte die Läuferin der LG Sieg gegen Ende des vergangen Jahres zum wiederholten Male zu ihrem vertrauten Heimtrainer Heinz „Heiner“ Weber zurück. „Er kennt all meine Stärken und Schwächen. Wenn er es nicht schafft mich zu alter Leistungsstärke zurückzubringen, dann schafft es keiner!“, hatte die 1,55 Meter kleine und 46 Kilo leichte Sportsoldatin zur Jahreswende erklärt.

Trainingslager in Südafrika und Portugal

Erstmals seit vielen Jahren verbrachte sie Weihnachten und den Jahreswechsel nicht im Kreise ihrer Familie und auch nicht in Deutschland. Sie sammelte über die Feiertage bei einem Trainingsurlaub in Südafrika neuen Mut und lief einen lockeren Silvesterlauf in Kapstadt und war damit erstmals nicht bei den Läufen zur Jahreswende in Trier und von Werl nach Soest am Start. Nach ein paar Tagen in Deutschland und dem Sieg beim Dreikönigslauf in Schwäbisch Hall über 10 Kilometer reiste sie weiter zu einem zweiwöchigen Trainingslager nach Monte Gordo/Portugal wo sie sich unterstützt von ihrem „Edelhasen“, ihrem Zwillingsbruder Markus, auf den Frühjahrsmarathon vorbereitet hat.

Hamburg-Marathon hat im Hause Mockenhaupt Familientradition

Bruder Markus, der 2013 in Hamburg seine Bestzeit auf 2:32 geschraubt hat, wird auch beim 30. Hamburg-Marathon in drei Monaten an ihrer Seite sein und gemeinsam Jagd auf einen ganz besonderen Rekord machen: Den Familienrekord! Den hatte Vater Alfred vor vielen Jahren ebenfalls in Hamburg mit 2:24:59 Stunden aufgestellt. Und auch Mutter Hildegard (Marathonbestzeit 2:40:41 Stunden) ist in der Hansestadt einmal als Drittschnellste in 2:42 Stunden ins Ziel gekommen.

Bayer-Kreuz – Cross-DM – New York City Halbmarathon

Bis zum Start in Hamburg hat Sabrina Mockenhaupt noch einige Trainingskilometer und Vorbereitungswettkämfe geplant. Am 1. März steht der Start beim 34. Straßenlauf „Rund um das Bayer Kreuz“ auf dem Programm, eine Woche später (7. März) gibt es den Ausflug zum Crosslauf bei den Deutschen Meisterschaften in Markt Indersdorf und anschließend reist Sabrina Mockenhaupt nach New York, um am 15. März beim 10. New York City Halbmarathon zu starten. Ihre Bestzeit über die 21,1 Kilometer stellte sie 2009 in Berlin auf und steht bei 1:08:45 Stunden.

Sabrina Mockenhaupt startete ihr Marathondebüt im Oktober 2007 in Köln als die damals 26-Jährige auf Anhieb in 2:29:33 Stunden die 2:30-Marke unterbot.  Ein Jahr später gewann sie überraschend den Frankfurt Marathon in 2:26:22 Stunden, zwei Jahre später lief sie dann in Berlin in strömendem Regen eine Sekunde schneller und mit 2:26:21 Stunden ihre bisher schnellste Zeit.

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