Wackelt beim Föschber Radweglauf 2026 der Streckenrekord?

Am morgigen Samstag, 21. Februar, startet der Föschber Radweglauf 2026 (hier der Start über 10 Kilometer 2025). Zum 2. Lauf im Ausdauer-Cup 2026 haben sich bereits 360 Läuferinnen und Läufer vorangemeldet. ©Foto: Frank Steinseifer

Im Vorjahr Frühling – jetzt nasskaltes Wetter

Bei frühlingshaftem Wetter und Temperaturen von 20 Grad (!) freuten sich die Aktiven und Organisatoren im Vorjahr – da wurde der Lauf aber erst zwei Wochen später am 8. März ausgetragen – über 414 „Finisher“ im Ziel. Die Läuferinnen und Läufer müssen sich diesmal wieder mit schlechteren Wetterbedingungen anfreunden, denn am Wochenende wird sich der Winter voraussichtlich wieder von der nasskalten Seite zeigen. Nach Tiefsttemperaturen von bis zu minus 5 Grad in der Nacht von Freitag auf Samstag ist dann am Wettkampftag laut Wetterbericht mit einem Temperaturanstieg auf plus 10 Grad, viel Regen und Wind zu rechnen.

Seit 2025 neue Streckenführung

Seit Jahren ist die flache Wendepunktstrecke mit den Hauptläufen über 5 und 10 Kilometer auf dem Radweg von Niederfischbach nach Oberasdorf bei den Straßenläufern besonders beliebt, sind die Bedingungen für schnelle Laufzeiten hier doch besonders gut. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten ist die Strecke im vergangenen Jahr nun leicht verändert worden: Der Start erfolgt nun genau gegenüber der Turnhalle auf Höhe des Verbrauchermarktes Netto. Gelaufen wird aber wie schon in den Vorjahren auf dem Radweg von Niederfischbach in Richtung Freudenberg. Um die durch die Startverlegung fehlenden Meter wieder reinzuholen, geht es nur am Hinweg eine Runde entgegen des Uhrzeigersinns durch den Bürgerpark in Niederfischbach. Die Wendepunkte 5.000 und 10.000 Meter sind also gegenüber den Vorjahren leicht versetzt. Wichtig ist, dass die Wendepunkte nicht mehr genau bei 2.500 und 5.000 Meter sind, da es am Hinweg ja eine Runde durch den Bürgerpark geht. Nach den Wendepunkten geht es wieder wie gewohnt auf direktem Wege ins Ziel, welches sich auch auf Höhe des Netto Marktes befindet. 

Strecke bis 2030 amtlich vermessen

Wichtig für alle Rekordjäger: Die veränderte Wendepunktstrecke über 5 und 10 Kilometer ist bis 2030 offiziell vermessen und DLV zertifiziert und auch wieder Bestenlisten fähig. Heißt: Wer auf dieser Strecke eine neue persönliche Bestzeit aufstellt, der darf auch mit Fug und Recht behaupten, seine Leistung auf einem auf den Meter exakt vermessenen Kurs gelaufen zu haben – ganz egal, was die GPS-Uhr, oder STRAVA dazu sagt.

Wind im Asdorftal ständiger Begleiter

Flach, exakt vermessen, zulässig für die Rekordlisten – aber einen „Gegner“ haben die Ausdauerläufer in den vergangenen Jahren schon immer gefürchtet: Der Wind im Asdorftal. Sollte der nämlich wieder kräftig durchs Asdorftal blasen, dann sind auch die Bestzeiten „vom Winde verweht“. „Boah, wir hatten auf dem Hinweg Wind und zurück dann auch wieder. Keine Ahnung wie das geht“, zuckte Timo Böhl (damals noch im Trikot der LG Wittgenstein) im Vorjahr Sieger in 33:35 Minuten mit den Schultern. Auch beim Ausdauer-Cup-Lauf im Jahr 2023 fegte den Läufern bei Temperaturen um 0 Grad ein eisiger Wind entgegen und Fabian Jenne von der SG Wenden und Ahferom Teame (ehemals SG Sieg Lt Do.18.30), der seit diesem Jahr ebenfalls für die SG Wenden startet, liefen Seite an Seite zum Gesamtsieg in 32:34 Minuten, weil neue Bestmarken unerreichbar schienen.

Rekordjäger Fabian Jenne und Jonas Hoffmann am Start

16. Föschber Radweglauf 2018 – 4. Lauf Ausdauer-Wintercup 2017/18. Gleichauf im Ziel mit neuem Streckenrekord über 10 Kilometer in 31:05 Minuten: Triathlet Jonas Hoffmann (rechts/EJOT Team TV Buschhütten) und Simon Huckestein von der SG Wenden. ©Foto: Frank Steinseifer

Schnelle Zeiten könnte es aber am morgigen Samstag dennoch geben, denn zwei absolute Top-Langstreckler planen einen Start in Niederfischbach und melden Anspruch auf den Sieg über 10 Kilometer an – und beide kommen von der SG Wenden: Fabian Jenne, der eine Bestzeit von 29:25 Minuten (Salzkotten 2025) vorzuweisen hat und der den Föschber Radweglauf 2024 zusammen mit seinem Trainingskollegen Freddi Wehner in 32:15 Minuten gewann ist wieder „gut drauf“. Gemeldet hat auch Profi-Triathlet Jonas Hoffmann aus Hilchenbach-Hadem, Föschber-Radweglauf-Sieger von 2018 zeitgleich zusammen mit Vereinskollege Simon Huckestein in der damaligen Streckenrekordzeit von 31:05 Minuten. Zwei Jahre später lief dann Simon Huckestein im Alleingang eine neue Streckenbestzeit in 30:55 Minuten.

Triathlet Hoffmann läuft voll aus dem Training heraus

Jonas Hoffmann wird den Ausdauer-Cup-Lauf jedoch „voll aus dem Training heraus“ nur als Vorbereitungsrennen für die Deutschen Straßenlauf-Meisterschaften in Uelzen und als Vorbereitung auf die nächsten internationalen Triathlon-Rennen angehen. „Da ich in letzter Zeit das Lauftraining im Vergleich zu den Vorjahren wieder etwas mehr fokussiert habe, könnte ich mir vorstellen, dass es Samstag relativ schnell wird, obwohl ich es aus einer vollen Trainingswoche laufe und Samstagmorgen auch noch Rad-Intervalle fahre“, erklärte er im Vorfeld des morgigen Wettkampfs. Man darf also gespannt sein, wie er die Vorbelastung wegsteckt und es vielleicht zu einem vereinsinternen Zweikampf Jenne gegen Hoffmann kommt.

„Mocki“ muss aus terminlichen Gründen absagen

Sabrina Mockenhaupt-Gregor (LAV Stadtwerke Tübingen) gewinnt beim Föschber Radweglauf 2024. Im Vorjahr konnte sie verletzungsbedingt nicht starten – in diesem Jahr kommt ihr ein anderer privater Termin dazwischen. ©Foto: Frank Steinseifer

Bei den Frauen hatte eigentlich auch die 45-fache Deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt-Gregor, die zuletzt 2024 den Föschber Radweglauf gewann und im Vorjahr verletzungsbedingt nur als Zuschauerin Töchterchen Ruby im Bambinilauf anfeuerte, ins Auge gefasst. „Ich wollte zur Vorbereitung auf die DM eigentlich auch in Niederfischbach laufen. Schade, jetzt ist aber ein privater Termin mit einem Geburtstag dazwischen gekommen“, erklärte die in Metzingen mit Familie lebende 45-jährige „Mocki“ auf Nachfrage von Laufen57.

Judith Hacker könnte zum vierten Mal gewinnen

Judith Hacker (SG Wenden) ist die Favoritin auf den Sieg bei den Frauen. ©Foto: Frank Steinseifer

Favoritin auf den Sieg ist Vorjahressiegerin Judith Hacker (SG Wenden), die ebenfalls in der Meldeliste steht. Die 31-Jährige, die zuletzt in Wehbach in 36:12 Minuten eine neue persönliche Bestzeit aufstellte und sich in starker Verfassung zeigt, wird am morgigen Samstag ebenfalls am Start sein. Hacker gewann bereits 2020 (38:07 min.), 2022 (37:58 min.) und 2025 (37:41 min.) – sollte sie erneut vor der gesamten Konkurrenz liegen, so wäre es ihr vierter Gesamtsieg. Die Streckenbestzeit von Sabrina Mockenhaupt (damals noch im Trikot der LG Sieg) aus dem Jahr 2013 von 32:50 Minuten, dürfte noch für viele weitere Jahre in Stein gemeißelt sein.

Schnellstes Rennen im Jahr 2018 – Rekord seit 2020

Simon Huckestein stellte beim 18. Föschber Radweglauf 2020 in 30:55 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Die Bestmarke ist bis heute gültig. Können Fabian Jenne und Jonas Hoffmann diesen Rekord knacken? ©Foto: Frank Steinseifer

Kurzer Blick zurück auf das bisher schnellste 10-Kilometer-Rennen in Niederfischbach: Im Jahr 2018 stellten nicht nur die beiden zeitgleichen Sieger Jonas Hoffmann und Simon Huckestein in 31:05 Minuten einen neuen Streckenrekord auf (die alte Bestmarke hielt der Obersdorfer Tim-Arne Sidenstein mit 31:11 Minuten) – der hielt dann bis 2020 und steht bis heute bei 30:55 Minuten (Simon Huckestein). 2018 waren aber auch die Jungs dahinter waren flott unterwegs, denn die ersten Sechs blieben unter 33 Minuten. In der Ergebnisliste von 2018 liest sich der Ausgang des Rennens bei den Männern so:  1. Jonas Hoffmann (LG Kindelsberg) 31:05; 1. Simon Huckestein (SG Wenden) 31:05; 3. Timo Böhl (LG Wittgenstein) 32:31; 4. Fabian Jenne (SG Wenden) 32:39; 5. Tim Dally (TuS Deuz) 32:52; 6. Jörg Heiner (SG Wenden) 32:53. Richtig schnelle Zeiten gab es 2018 auch bei den Frauen: Christl Dörschel (SG Wenden) gewann mit neuem Streckenrekord von 37:09 Minuten vor Franziska Espeter (LG Wittgenstein/37:29 min.) und Steffi Osthoff (SG Wenden/38:19 min.). 

Organisator Dirk Kober zur aktuellen Parksituation

Dirk Kober vom Organisationsteam des TuS Germania Fischbacherhütte erklärt: „Wir hoffen auf jeden Fall auf besseres Wetter, aber da haben wir leider keinen Einfluss drauf. Ich möchte alle Läuferinnen und Läufer nochmal darauf hinweisen, dass die Parkplätze der Verbrauchermärkte nicht genutzt werden dürfen, und die Strecke im Bereich Netto Markt bis Firma Wurth nicht zugeparkt werden dürfen.“

Zeitplan
Föschber Radweglauf – Samstag, 21. Februar 2026

14.00 Uhr: 300 Meter Bambinilauf
14.05 Uhr: 1.000 m der Schüler
14.15 Uhr: 1.000 m der Schülerinnen
14.30 Uhr: 10 Kilometer Hauptlauf (alle Klassen)
14.35 Uhr: 5 Kilometer Freizeitlauf (alle Klassen)
Hinweis: Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag gegen eine Nachmeldegebühr von 2,00 € bis 13.30 Uhr möglich!

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