Fabian Jenne souverän zum Westfalentitel im Halbmarathon

Sie holten sich bei den Westfälischen Meisterschaften im Halbmarathonlauf in Salzkotten ein „Westfalenpferdchen“ (von links): Gesamtsieger Fabian Jenne (SG Wenden), Stefan Brockfeld (TuS Deuz/1. M60) und Ina Haas (LG Wittgenstein/1. W35). ©Fotos: Frank Steinseifer

SALZKOTTEN. In der 25.000-Einwohnerstadt Salzkotten bei Paderborn wurden am Sonntag im Rahmen des 17. Salzkotten-Marathons die Westfälischen Halbmarathon-Meisterschaften ausgetragen. Bei guter Zuschauerkulisse entlang der Strecke, optimalen Temperaturen um die 15 Grad hatten die Läuferinnen und Läufer gute Bedingungen – lediglich der böige Wind störte die Langstreckler und kostete Zeit.

Fabian Jenne setzte sich klar von der Konkurrenz ab

Fabian Jenne, einziger Starter aus dem großen Pool an Langstrecklern der SG Wenden, hatte gute Erinnerungen an die Stadt Salzkotten, denn vor einem Jahr lief er als Sieger beim Sälzerlauf über 10 Kilometer in neuer Streckenrekordzeit von 29:25 Minuten seine persönliche Bestzeit. Der 36-Jährige hatte diesmal leichtes Spiel im Titelrennen um ein „Westfalenpferdchen“ über die 21,1 Kilometer. Auf dem Zwei-Runden-Kurs setzte sich Jenne klar von der Konkurrenz ab und siegte am Ende souverän im Lauf allein gegen die Uhr in 1:09:49 Stunden mit zweieinhalb Minuten Vorsprung. Auf dem 2. Platz folgte Peer Niklas Preilowski (TV Wattenscheid 01/1:12:10 Std.), Dritter wurde Carsten Siepler (TV Jahn Bad Driburg/1:14:30 Std.).

„Ich habe das Rennen als Auftakt für die kommende Herbstsaison gesehen,
es war ein Test, was noch so geht. Richtig cool, dass es dann auch gleich zum Westfalenmeistertitel gereicht hat.“

Halbmarathonsieger Fabian Jenne (SG Wenden)

Für Jenne spielte die Siegerzeit diesmal keine Rolle, zählt bei Meisterschaftsrennen doch allein ein Platz auf dem Treppchen – und da stand er dann bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Podest. Der Wendener stellte jedoch einmal mehr unter Beweis, dass er nach einer starken Saison 2025 mit Bestzeiten über 5 Kilometer (14:38 Min.) und 10 Kilometer Straße (29:25 Min.) und Top-Zeiten in 2026 im Halbmarathon (1:06:23 Std./Frankfurt) und im Marathonlauf (2:24:19 Std./Hannover) weiterhin in bestechender Form ist. „Ich hatte nach den Deutschen Meisterschaften im Berglauf und im Marathon drei Wochen Pause gemacht. Ich habe das Rennen also als Auftakt für die kommende Herbstsaison gesehen, es war ein Test, was noch so geht. Richtig cool, dass es dann auch gleich zum Westfalenmeistertitel gereicht hat. Auf der Strecke war es zwischendurch doch ziemlich windig, das mich mürbe gemacht und hat auch Zeit gekostet, sonst wäre ich sicher noch eine Minute schneller gewesen“, erklärte der neue Westfalenmeister im Interview. Jenne will nun den Fokus auf einen schnellen Halbmarathon im Herbst legen. Sein Ziel: „Eine neue Bestzeit.“ Und die steht bei 1:06:22 Std., gelaufen am 15. September 2024. 

Stefan Brockfeld siegt in der M60 – Ina Haas in der W35

Über ein „Westfalenpferdchen“ durften sich auch zwei Läufer aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein freuen. Stefan Brockfeld, Abteilungsleiter Laufen beim TuS Deuz, lief in 1:29:10 Stunden zum Titelgewinn in der Altersklasse M60. Der 60-Jährige schaffte damit auch den Sprung in die Top 30 der aktuellen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes – mit seiner Zeit von Salzkotten liegt auf dem 29. Rang. Den Westfalentitel im Halbmarathonlauf in der Altersklasse W35 sicherte sich Ina Haas von der LG Wittgenstein. Die 37-jährige Bad Berleburgerin konnte aufgrund einer Knochenhautentzündung ihr Ziel „Sub 1:30“ nicht ganz verwirklichen, sie stellte aber in 1:33:00 Std. eine neue persönliche Bestzeit auf und liegt damit an Position 42 in der DLV-Bestenliste.

Julian Maletz läuft in 33:40 min. neue Bestzeit

Im Rahmen des 17. Salzkotten-Marathons wurde neben der Marathon- und Halbmarathondistanz auch ein Rennen über 10 Kilometer ausgetragen. Im insgesamt 700-köpfigen Teilnehmerfeld mischte Julian Maletz vom TuS Deuz in der Spitzengruppe mit. Der 30-Jährige lief hinter dem Sieger Elias Sansar (Narwan Electronic/31:35 Min.) und dem Zweiten, Pierre Danelak (LC Paderborn/32:12 Min.), auf den 3. Platz in neuer Bestzeit von 33:40 Minuten. 

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