Marco Giese siegt mit neuer Bestzeit von 30:55 Minuten

Marco Giese (SG Wenden) gewinnt den 10-Kilometer-Elite-Lauf des SV Eintracht Neuenkirchen in neuer persönlicher Bestzeit von 30:55 Minuten. Archivfoto: Frank Steinseifer

Neuenkirchen. Marco Giese von der SG Wenden siegte bei einem Straßenlauf für Eliteläufer in Neuenkirchen (nahe Osnabrück) über 10 Kilometer in neuer persönlicher Bestzeit von 30:55 Minuten. Der Langstreckler aus der Laufgruppe von Trainer Egon Bröcher verbesserte seine Bestzeit um 35 Sekunden.

Trainer Egon Bröcher ergatterte die letzten zwei Startplätze für das Eliterennen

Eliteläufer aus Norddeutschland und Nordwestdeutschland gingen unter strengen Hygienemaßnahmen beim Straßenlauf des SV Eintracht Neuenkirchen an den Start, um auf der flachen, schnellen und vom DLV vermessenen 10-Kilometer-Strecke ihre Laufform zu testen. Recht kurzfristig hatten sich auch Marco Giese und Frederik Wehner von der SG Wenden zum Start am Sonntag entschlossen. Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen waren nur knapp 30 ausgewählte Eliteläufer zugelassen und Trainer Egon Bröcher hatte die letzten Startplätze ergattern können. Familie Kamp aus Mettingen, die schon häufiger mit der SG Wenden im Trainingslager in Cuxhaven dabei war, hatte den beiden Läufern dankenswerterweise eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben, sodass die zwei Sportler ausgeruht an den Start gehen konnten.

Strenge Hygiene- und Abstandsregeln – Startaufstellung wie in der Formel 1

Unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln war der Startschuss bereits um 10 Uhr am Morgen geplant. Alle Teilnehmer mussten dazu einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden war. Vor dem Rennen mussten alle Läufer und Helfer die ganze Zeit einen Mundschutz tragen. Ein Warmlaufen war nur einzeln oder zu zweit vorgesehen und nach dem Rennen mussten die Athleten den Zielbereich schnellstmöglich verlassen. Die Aufstellung der auf die Zahl von 25 begrenzten Startern war mit 1,5 Meter Abstand vorgegeben – das Startszenario ähnelte der Aufstellung eines Formel-1-Rennens. Erst in den letzten zehn Sekunden vor dem Startschuss durften die Athleten ihre Masken ablegen und an die Startlinie vorrücken.

Warme Temperaturen und böiger Wind machten den Läufern zu schaffen

Alle Läufer im Feld konnten Bestleistungen zwischen 30:20 und 33:40 Minuten über 10 Kilometer vorweisen, davon sieben mit einer Bestzeit unter 31 Minuten. Ein Tempomacher war für eine angepeilte Durchgangszeit von etwa 15:10 Minuten nach 5 Kilometer angesetzt, damit war ein schneller Rennverlauf garantiert. Marco Giese konnte direkt vom Start weg in der Spitzengruppe mitlaufen und hielt sich über weite Strecken an etwa dritter Position auf. Nach schnellen erst drei Anfangskilometern in etwa 9:03 Minuten, machten den Läufern zunehmend die ungewohnt warmen Temperaturen und der teils starke Wind auf der flachen aber windanfälligen Strecke zu schaffen, sodass der Tempomacher etwas langsamer werden musste und die Spitzengruppe die 5-km-Marke nach etwa 15:15 Minuten passierte. Obwohl das Tempo etwas langsamer wurde, fielen aus der anfänglich etwa 10-köpfigen Spitzengruppe immer mehr Läufer raus oder mussten das Rennen sogar vorzeitig beenden.

An der Spitze entwickelte sich ein spannender Kampf um den Tagessieg. Zwei Kilometer vor dem Ziel konnte sich Marco Giese durch eine entscheidende Tempoverschärfung von der hochklassigen Konkurrenz (u.a. David Valentin, ehemaliger Deutscher Meister in der U23) absetzen und mit fünf Sekunden Vorsprung den Tagessieg feiern. Zudem bedeutete seine Siegerzeit von 30:55 Minuten eine Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit um 35 Sekunden. Bei etwas besseren Wetterbedingungen sind hier sicher noch weitere Steigerungen zu erwarten.

Mit dem heftigen Temperaturumschwung hatte im Teilnehmerfeld auch der Alchener Frederik Wehner zu kämpfen, der nach sechs Kilometern mit Kreislaufproblemen zunächst eine Pause einlegen musste, sich aber dann doch noch bis zur Ziellinie durchkämpfte und das Rennen beendete. Seine Zeit von 36:57 Minuten (19. Platz) hat daher auch sehr wenig Aussagekraft, da er schon in einigen Trainingseinheiten die gleiche Strecke vier Minuten schneller zurückgelegt hatte.

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